Notizentechnik I
Willkommen, liebe Studierende!
Wollen Sie in die Mysterien
einer neuen Geheimschrift eingeweiht werden, die wie eine neue Sprache ist?
Nun, dann haben Sie schon eine Ahnung von Notizentechnik– aber leider hat Ihre
Informationsquelle wohl das Wesen der Notizentechnik nicht begriffen.
Notizentechnik ist keine Hexerei, keine Geheimschrift oder -sprache, sondern
eine ganz individuelle Gedächtnisstütze.
Wenn Sie aber das Rüstzeug
für eine solide Konsekutivverdolmetschung lernen wollen, sind Sie in diesem
Kurs goldrichtig. Wenn Sie allerdings nur passiv den Kurs hören und keine Zeit
zur Vertiefung des Gelernten einplanen, sollten Sie diese Veranstaltung gleich
wieder aus Ihrem Stundenplan streichen.
In den ersten Stunden werden
wir noch nicht soviel notieren, sondern hauptsächlich mit dem Gedächtnis
arbeiten. Das "Zauberwort" hierbei heißt Textanalyse. Wir werden
erarbeiten, welche Dinge sinnvollerweise aufgeschrieben werden sollten und wie
das geschehen sollte. Dann heißt es:
üben, üben, üben!
Im Laufe der Zeit werden wir
gemeinsam und jede/r für sich einen Symbolvorrat erarbeiten, damit die Notation
möglichst effizient auf das Papier gebracht wird.
Der
Präsentation des Vortrags soll ebenfalls viel Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Es werden Redebeiträge vorgelesen, welche die Kursmitglieder unter Zuhilfenahme
ihrer Notizen oder lediglich aus der Erinnerung heraus wiedergeben. Studierende
sind aufgefordert, selbst kleinere Vorträge zu halten, die genau wie die
verlesenen Reden von den anderen Kursteilnehmern wiedergegeben werden. Feedback
und konstruktive Kritik werden von allen gemeinsam geäußert.
Inhaltlich werden wir uns
u.a. mit Reden anlässlich von Preisverleihungen, Jubiläen und
Eröffnungsveranstaltungen auseinandersetzen, die für die Dolmetschpraxis
relevant sind.
In diesem Kurs können Sie
austesten, ob Sie in der Lage sind, vor einer Gruppe einen Vortrag zu halten,
ohne zu stottern oder den Faden zu verlieren. Sie werden lernen, wie Sie Ihre
Zuhörer für sich einnehmen und glaubwürdig wirken. Sie dürfen und sollen
Lampenfieber mitbringen, aber auch die Bereitschaft zum offenen Kommunizieren.
Hier geht es zu den
verwendeten Texten.